Das menschliche Mikrobiom wird mittlerweile mit vielen Erkrankungsbildern in Verbindung gebracht – aber mit Knochengesundheit und Osteoporose? Ja, denn inzwischen mehren sich die Hinweise darauf, dass es Verbindungen zwischen der Knochen- und Mineralstoffhomöostase und der Zusammensetzung der Darmmikrobiota gibt. Dabei kommt es auf die Ernährung an: Ist sie reich an Inhaltsstoffen, die zur Vielfalt und Gesundheit der Darmbakterien beitragen, kann sie positive Effekte auf die Knochen haben.1
Einige Arbeiten legen nahe, dass Darmbakterien spannende Ansätze für die Prävention und Diagnose der Osteoporose bieten:
Eine gesunde Darmmikrobiota kann somit zur Knochengesundheit Ihrer Patient*innen beitragen. Ausgewogene, ballaststoffreiche Kost mit viel frischem Obst und Gemüse wie die mediterrane Ernährung kann die Mikroorganismen dabei unterstützen.1,2 Dies deckt sich mit den Empfehlungen der S3-Leitlinie Osteoporose, die eine ausgewogene Ernährung mit ausreichender Kalziumzufuhr und einer gesicherten Vitamin-D-Versorgung als zentralen Bestandteil der Basistherapie empfiehlt. Auch bei Patient*innen unter spezifischer medikamentöser Osteoporosetherapie sollten diese Maßnahmen konsequent fortgeführt werden, da sie die Grundlage einer erfolgreichen Frakturprävention und Behandlung bilden.8
Weitere Hintergründe und Tipps für eine knochenstarke Ernährung finden Sie in diesen Artikeln:
→ Starke Knochen: Wieviel Kalzium und Vitamin D?
→ Kochen für die Knochen: Bitte mit ausreichend Eiweiß!
→ Knochenstarke Drinks: Wie Getränke zur Frakturprävention beitragen können
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