Die Therapie von Übergewicht und Adipositas hat in den vergangenen Jahren durch neue medikamentöse Optionen wie GLP-1- oder GIP/GLP-1-Analoga (sog. „Abnehmspritzen“) einen signifikanten Wandel durchlaufen. Gleichzeitig bleibt die Versorgungssituation komplex: Nicht alle Patientinnen und Patienten kommen für diese Behandlungen infrage oder haben Zugang dazu.
Was bedeutet das für den klinischen Alltag? Und welche Rolle spielen etablierte, nicht-systemische Ansätze? Diesen Fragen geht ein aktuelles Interview im schwedischen Gesundheitsmagazin Hälsa mit dem Internisten und Sportmediziner Dr. Wolfgang Grebe nach.*
Dr. Grebe beschreibt im Interview eine Realität, die vielen Behandelnden vertraut ist: Trotz neuer Therapieoptionen profitiert ein erheblicher Teil der Patientinnen und Patienten von alternativen oder ergänzenden Strategien – etwa, weil sie für modernere Therapien nicht infrage kommen oder sich diese nicht (dauerhaft) leisten können.
Vor diesem Hintergrund rücken etablierte, nicht-systemische Ansätze stärker in den Fokus. Einer davon ist formoline L112, das Dr. Grebe seit Jahren in seiner Praxis einsetzt. Der Ansatz unterscheidet sich grundlegend von modernen Injektionstherapien: Als Lipidbinder wirkt das Medizinprodukt lokal im Gastrointestinaltrakt, indem es die Aufnahme von Nahrungsfetten reduziert.1
In seiner täglichen Arbeit setzt Dr. Grebe formoline L112 vor allem begleitend zu Lebensstilinterventionen ein. Dabei beschreibt er wiederholt positive Effekte bei Patientinnen und Patienten, insbesondere im Hinblick auf Gewichtsreduktion und Verhaltensänderung:
Gleichzeitig hebt er die gute Verträglichkeit hervor, die auch eine längerfristige Anwendung ermöglicht.
Ein besonders interessanter Aspekt des Interviews ist die Kombination von formoline L112 mit Injektionstherapien. Statt eines Entweder-oder schildert Dr. Grebe einen integrativen Ansatz:
„Ich persönlich habe gute Erfahrungen mit der Kombination der neuen Spritzen mit dem bewährten formoline L112 gemacht. Sogar der Jojo-Effekt oder die drastische Wiederzunahme des Gewichts nach Absetzen der „Fettspritze“ lassen sich mit formoline L112 weitgehend vermeiden.“
Gerade nach einer initialen Gewichtsreduktion könne das Medizinprodukt helfen, das Gewicht zu stabilisieren, Rückfälle zu vermeiden und so einen langfristigen Therapieerfolg zu sichern.
Trotz aller therapeutischen Optionen bleibt für Dr. Grebe klar: Nachhaltiger Erfolg hängt maßgeblich von Bewegung, Verhalten und Umfeld ab. Ärztliche Begleitung versteht er dabei auch als motivierende und strukturierende Instanz.
Das Interview zeigt: Die Adipositas-Therapie entwickelt sich weg von Einzelmaßnahmen hin zu einem kombinierten Ansatz. Neue Medikamente, etablierte Medizinprodukte und Lebensstilinterventionen greifen zunehmend ineinander.
Fußnoten:*Die im Interview getroffenen Aussagen spiegeln die Meinung des Interviewpartners und nicht zwingend die von Certmedica International GmbH wider.
Referenzen: