Herzerkrankungen betreffen nicht nur den Körper, sie wirken sich auch tief auf die psychische Gesundheit aus. Genau hier setzt die Psychokardiologie an: ein interdisziplinärer Ansatz, der Herz und Psyche gemeinsam betrachtet.
Viele Menschen, die mit einer Herzschwäche oder einer anderen Herzerkrankung leben, kennen das Gefühl: körperliche Belastbarkeit und mentale Stabilität geraten gleichzeitig aus dem Gleichgewicht. Daten zeigen, dass:
Eine Depression bleibt dabei nicht ohne Folgen: Sie kann den Verlauf einer Herzerkrankung verschlechtern, die Lebensqualität massiv beeinträchtigen und den Alltag erschweren.2,4
Typische Beschwerden einer Herzschwäche – wie Atemnot, Erschöpfung oder Schlafstörungen – können auch bei Depressionen auftreten. Das erschwert die Unterscheidung und führt oft dazu, dass psychische Belastungen lange unentdeckt bleiben.
Ein kurzer Test wie der PHQ-2 kann erste Hinweise zur schnellen Einschätzung depressiver Symptome bei Patient:innen geben:
Folgende Fragen sollen sich Ihre Patient:innen ehrlich beantworten:
Wurde eine oder beide Fragen mit „Ja“ beantwortet, sollte eine weiterführende diagnostische Abklärung erfolgen und das Gespräch hinsichtlich möglicher psychischer Belastungen vertieft werden.
Die Psychokardiologie verbindet Kardiologie und Psychotherapie. Ziel ist es, Patient:innen ganzheitlich zu unterstützen – medizinisch, psychologisch und alltagsnah.7 Das beinhaltet unter anderem:
Die gute Nachricht: Viele kleine Schritte können helfen, sowohl das Herz als auch die Psyche zu entlasten. Dazu zählen:
Weitere Informationen und Einblicke bietet das folgende Video einer Veranstaltung aus dem November 2025. Darin erklären Expert:innen anschaulich, warum seelische Gesundheit ein wesentlicher Bestandteil der Herzgesundheit ist.
Des Weiteren finden Sie hier eine Broschüre mit den wichtigsten Infos zum Thema kompakt zusammengefasst.