Ein Druckgeschwür beginnt in der Tiefe, nicht an der Oberfläche. Der Fingertest nach Philips ist positiv? Dann liegt bereits eine Gewebeschädigung vor, auch wenn die Haut noch intakt wirkt. Bis zu zwei Stunden ununterbrochene Druckbelastung reicht bei immobilen Patientinnen und Patienten bereits für die Entstehung einer Druckwunde aus.
Eine konsequente Druckentlastung kann sich im Alltag schwierig gestalten und insbesondere beginnende Druckgeschwüre sind nur schwer zu erkennen. So kann es sein, dass trotz Prophylaxe ein Dekubitus entsteht – was jetzt?
Therapeutisch zählt wie in der Prävention vor allem die konsequente Druckentlastung. Ohne sie heilt keine Wunde, auch nicht mit Wechseldruckmatratze, Sitzkissen oder individuellem Lagerungsplan. Parallel muss nekrotisches Gewebe entfernt werden, sonst blockiert es die Heilung dauerhaft. Je nach Zustand des oder der Betroffenen kann dafür eine chirurgische Behandlung notwendig sein.
Unterschätzt wird oft die periläsionale Haut: Wundsekret, Stuhl- oder Urinkontakt (z. B. bei sakralem Dekubitus) mazerieren die Umgebung und öffnen Infektionen Tür und Tor. Wunde und Wundumgebung sollten stets steril gehalten werden. Im Wundbett selbst hat sich die feuchte Wundbehandlung etabliert. Die passende Wundauflage richtet sich nach Exsudat und Wundstadium.
Innerhalb des breiten Portfolios rund um die Wundversorgung finden Sie bei HARTMANN geeignete Lösungen, die Sie beim Management von Druckgeschwüren optimal unterstützen. HydroClean® Solution reinigt Wunde und Wundumgebung antiseptisch und effektiv und schafft so beste sterile Bedingungen für die Wundheilung. Die empfohlene feuchte Wundbehandlung erzielen Sie mit der modernen Silikon-SAP-Wundauflage Zetuvit® Plus Silicone Border. Der Superabsorber unterstützt ein optimales Wundmilieu und lässt sich atraumatisch wechseln.
Damit Ihre Geduld und Ihr Wundmanagement sich auszahlen, ist nach der Abheilung eines Dekubitus gezielter Hautschutz essenziell: MedProtect Cream spendet Feuchtigkeit und schützt trockene, gereizte Haut mit langanhaltender Barriere gegen Körperflüssigkeiten. Für stärker gefährdete oder bereits geschädigte Areale bieten MedProtect Film Spray und Swab eine atmungsaktive, wasserfeste Schutzschicht – bis zu 72 Stunden. Mehr Informationen dazu finden Sie hier!
Auch nach Abheilung gilt Vorsicht: Narbengewebe bleibt druckempfindlich und rezidivgefährdet. Hautpflege und weiterhin konsequente Druckentlastung bleiben Pflicht.