Ein Dekubitus ist eine rundum belastende Wunde: für Betroffene ebenso wie für pflegende Angehörige. Umso wichtiger ist es, dass Pflegekräfte und pflegende Angehörige gezielt anleiten können – mit praktischen Tipps, verständlichen Erklärungen und gutem Material, das zu Hause Sicherheit gibt. Genau dabei wollen wir Sie unterstützen: damit Sie Wissen weitergeben, pflegende Angehörige entlasten und die Versorgung eines Druckgeschwürs gemeinsam bestmöglich gelingt.
Wir haben es schon im ersten Beitrag erwähnt, doch beim Thema Dekubitus kann man es nicht oft genug sagen: Das Wichtigste ist die konsequente Druckentlastung! Dazu ist vor allem wichtig zu wissen, wie weniger mobile Patientinnen und Patienten optimal gelagert werden können.
Wenn es um Dekubitusprophylaxe und -therapie geht, sind Lagerungstechniken echte Gamechanger. Mit den richtigen Handgriffen wird Druck von empfindlichen Hautarealen genommen, die Durchblutung in Schwung gebracht und dafür gesorgt, dass kein Druckgeschwür entsteht oder sich ein bestehender Dekubitus nicht verschlimmert.
Unser Tipp: Erklären Sie Angehörigen immer „Warum“ und „Wie“.
Erklären Sie Angehörigen so die zentrale Rolle der Lagerung bei Druckgeschwüren und geben Sie ihnen die richtigen Lagerungstechniken mit an die Hand. Wenn Sie Angehörigen außerdem den Fingertest nach Phillips zeigen, auf Risikofaktoren hinweisen und korrekte Hautpflege und -reinigung vermitteln, schaffen Sie nicht nur Vertrauen und eine gute Kommunikation, sondern unterstützen pflegende Angehörige dabei, kompetent zu pflegen – zum Wohle der Betroffenen.
Um Lagerungstechniken noch anschaulicher zu vermitteln, haben wir hier auch ein passendes informatives Video für Sie.
Kompetent durchgeführte Lagerungen reduzieren das Dekubitusrisiko und helfen, Beschwerden bei bereits bestehenden Druckgeschwüren zu lindern. Besonders wichtig: Umlagerungsintervalle individuell anpassen und regelmäßig evaluieren. Lagerung ist zudem nur ein Baustein in der Prophylaxe und Therapie des Dekubitus. Mobilisation, gute Hautpflege und ausgewogene Ernährung gehören genauso dazu wie die angemessene, kompetente Wundversorgung. Einen nahestehenden Menschen zu pflegen, ist emotional und körperlich belastend. Mit Ihrer Aufklärung und Unterstützung helfen Sie nicht nur erkrankten Personen, sondern auch deren pflegenden Angehörigen!
Unser Tipp:
In der Broschüre „Wundliegen vermeiden! – Eine Hilfe zur Unterstützung zu Hause von Ihrem Pflegedienst“ hat Gerhard Schröder alle wichtigen Infos kompakt und verständlich zusammengefasst. Direkt hier herunterladen und pflegenden Angehörigen zur Unterstützung an die Hand geben!