Jedes Jahr am 28. Juli ruft der Welt-Hepatitis-Tag dazu auf, die Barrieren zu durchbrechen, die eine Welt ohne Hepatitis verhindern. Weltweit leben rund 287 Millionen Menschen mit Hepatitis B oder C – die Mehrheit von ihnen, ohne es zu wissen.1 Dabei stehen längst wirksame Diagnostik- und Therapieoptionen zur Verfügung. Was fehlt, sind Aufklärung und konsequentes Handeln.
Besonders im Bereich der Hepatitis C (HCV) hat sich in den letzten Jahren viel getan. Direkt antiviral wirkende Substanzen („direkt antiviral agents“, DAA) ermöglichen heute fast 100 %-ige Heilungsraten.2 Eine Entwicklung mit spürbaren Effekten in der Transplantationsmedizin.3
Chronische Hepatitis-C-Infektionen gehören in den westlichen Industrieländern zu den Hauptursachen von Leberzirrhose und hepatozellulärem Karzinom – und damit zu den führenden Indikationen für eine Lebertransplantation.4 Trotz aller Fortschritte bleibt der Bedarf an Spenderorganen hoch: Ende 2025 standen in Deutschland 2.338 Menschen auf der Warteliste für eine Spenderleber. Jahr für Jahr übersteigt die Zahl der Neuanmeldungen die Zahl verfügbarer Spenderorgane – einige Patient*innen versterben auf der Warteliste.5 Umso wichtiger ist es, Hepatitis frühzeitig zu erkennen und zu behandeln – nicht nur im Sinne der individuellen Prognose, sondern auch als Baustein einer nachhaltigeren Transplantationsmedizin.
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