“Rebooting versus Rethinking Wound Care in a Changing World” (“Neuanfang versus Umdenken: Wundversorgung in einer Welt im Wandel”), so lautete das Motto für den Internationalen Wundkongress EWMA-DEWU 2026. Der gemeinsame Kongress der European Wound Management Association (EWMA) zusammen mit dem Deutschen Wundkongress (DEWU) lockte vom 6. bis 8. Mai über 6.300 Teilnehmende aus 81 Ländern nach Bremen – laut Veranstaltern die bislang größte EWMA-Konferenz überhaupt.
Drei Tage lang drehte sich auf dem Bremer Messegelände alles um moderne Therapiekonzepte, Evidenz, Digitalisierung und natürlich den interprofessionellen Austausch. Zwischen 955 Vorträgen, 661 ePostern und 166 Ausstellern wurde klar: Die Wundversorgung bleibt in Bewegung. Auch HARTMANN war mit zwei hochkarätigen Symposien und großem Ausstellungsstand vertreten und konnte wertvolle fachliche Impulse setzen.
Impressionen vom HARTMANN-Stand.
Im Fokus des ersten Symposiums stand die Behandlung chronischer Wunden. Unter dem Titel „Fortschritte in der Behandlung chronischer Wunden“ diskutierten Prof. Dr. Ewa Stürmer (Hamburg), Prof. Dr. Sebastian Probst (Genf, Schweiz) und Dr. Agnieszka Lipińska (Łódź, Polen) das Konzept der Wund-Balance sowie aktuelle klinische Daten zu superabsorbierenden Silikonverbänden bei diabetischen Fußulzera und venösen Beingeschwüren. Dazu stellte Dr. Lipińska anschauliche Praxisfälle vor, bei denen komplizierte chronische Wunden erfolgreich mit den vielseitig einsetzbaren Superabsorbern Zetuvit® Plus Silicone Border und Zetuvit® Plus Silicone behandelt wurden. So konnte das Publikum neben der klinischen Evidenz auch den praxisnahen Einsatz von superabsorbierenden Wundauflagen kennenlernen.
Dr. Agnieszka Lipińska, Prof. Dr. Sebastian Probst, Prof. Dr. Ewa Stürmer (v. l. n. r.)
Beim zwDr. Dorothee Busch, Kerstin Protz, Florian Botzenhardt (v. l n. r.)eiten Symposium unter dem Titel „Unter Druck – aber smart“ ging es um moderne Kompressionstherapie und digitale Unterstützungssysteme. Kerstin Protz (Hamburg) erläuterte, warum präziser Druck in der Kompression eben kein Zufall sein sollte. Dr. Dorothee Busch (Erlangen) beleuchtete die physikalischen Grundlagen der Kompressionstherapie und erinnerte daran, dass deren Nutzen längst hervorragend belegt ist. Passend dazu wurde mit Pütter® Pro 2 Vintens® ein neues Mehrkomponenten-Kompressionssystem vorgestellt, das Drucksensor und Smartphone-App kombiniert. Oder anders gesagt: Kompressionstherapie trifft Digitalisierung – der Verband, der sich verbindet.
Sie konnten in Bremen nicht dabei sein? Kein Problem, beide Vorträge können Sie sich jederzeitonline ansehen!
Fazit aus Bremen: Zwischen wissenschaftlichem Tiefgang, digitalen Innovationen und jeder Menge Networking zeigte der EWMA-DEWU 2026 eindrucksvoll, wie dynamisch sich die moderne Wundversorgung weiterentwickelt.