Monoklonale Gammopathien (MG) werden häufig zufällig festgestellt und reichen von benignen Vorstufen bis zu klinisch bedeutsamen Erkrankungen.1 Besonders relevant ist die Abgrenzung zwischen MGUS (Monoklonale Gammopathie unklarer Signifikanz) und MGCS (Monoklonale Gammopathie klinischer Signifikanz), da diese die therapeutische Vorgehensweise maßgeblich beeinflusst.2
Die MGUS stellt eine asymptomatische Vorstufe, verursacht durch eine klonale Plasmazellproliferation ohne Malignität und Therapiebedarf, dar.1 Sie wird oft als Zufallsbefund entdeckt und gilt als Präkanzerose für das Multiple Myelom (MM) sowie verwandter Erkrankungen.3
Im Gegensatz dazu verursacht die MGCS unspezifische krankheitsrelevante Symptome (z. B. Müdigkeit, Schwäche oder Gewichtsverlust) bis hin zu organspezifischen Manifestationen, wie z. B. Polyneuropathie, Proteinurie, Hautveränderungen, Knochenschmerzen, ungeklärte Herzinsuffizienz oder erhöhte Infektionsanfälligkeit (Abb. 1). 4
Abb.1 Symptome einer MG. Adaptiert nach 1,5,6.
Abhängig vom Pathomechanismus des Paraproteins und der durch den Plasmazellklon veränderten Knochenmikroumgebung, kann eine MGCS verschiedene klinische Ausprägungen aufweisen z. B.:
Die endgültige Diagnose und Differenzierung von MGUS und MGCS erfolgt nach der Durchführung von Standardtests sowie hämatologischen und disziplinspezifischen Spezialuntersuchungen letztlich über die labormedizinische Diagnostik. Mehr zu den empfohlenen diagnostischen Tests zur Untersuchung des Paraproteins erfahren Sie in den kommenden Beiträgen auf diesem Kanal.
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