Ernährung ist ein zentraler Faktor für die Gesundheit.1 Bei Krebspatient:innen kann Appetitlosigkeit, verändertes Geschmacksempfinden oder Übelkeit die Umsetzung einer gesunden Ernährung erschweren.2 Ohne frühzeitige Anpassung kann die Folge ein schleichender Nährstoffmangel sein, der die Lebensqualität und körperliche Belastbarkeit beeinträchtigt.2
Krebstherapien stellen Körper und Seele vor große Herausforderungen. Ein stabiler Ernährungszustand unterstützt Patient:innen dabei, die Belastungen der Therapie besser zu bewältigen. Solange das Essen keine Probleme bereitet und das Gewicht stabil bleibt, können Patient:innen ihrer gewohnten Ernährungsweise weitgehend treu bleiben. Wenn Patient:innen unter Appetitlosigkeit, Übelkeit, Geschmacksveränderungen oder ungewolltem Gewichtsverlust leiden, kann eine individuelle Ernährungstherapie sinnvoll sein.2
Ein stufenweises Konzept bietet Orientierung und kann flexibel an die Bedürfnisse der Patient:innen angepasst werden:3
Dieses Konzept ist keine starre Abfolge: Die Stufen können kombiniert oder wiederholt eingesetzt werden, immer mit dem Ziel, Patient:innen möglichst schnell wieder eine normale Ernährung zu ermöglichen.3 Für Ärzt:innen bietet es eine strukturierte Grundlage, um Ernährungsempfehlungen in die Therapieplanung einzubeziehen.
Nach anstrengenden Therapiewochen oder -monaten können Patient:innen idealerweise wieder ein weitgehend normales Leben führen. Für viele Patient:innen stellt sich nun die Frage, was sie aktiv tun können, um ein Rückfallrisiko zu senken. Die Antwort: Ein möglichst gesunder Ernährungs- und Lebensstil kann helfen, das Risiko einiger Krebsarten zu senken.4
Am besten gesichert sind folgende Zusammenhänge:4
Für die Praxis bedeutet das, diese Erkenntnisse strukturiert in der Nachsorge zu adressieren: Patient:innen sollten dabei unterstützt werden, langfristige, realistische Ziele zu entwickeln und sich an etablierten Konzepten wie der Ernährungspyramide des Bundeszentrums für Ernährung oder dem DGE-Ernährungskreis zu orientieren.5,6 Bei anhaltenden Ernährungsproblemen, ungewollten Gewichtsveränderungen oder funktionellen Einschränkungen kann eine ernährungstherapeutische Beratung sinnvoll sein.2
Praktische Ernährungstipps7
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Gesunde Ernährung ist bei Krebserkrankungen ein zentraler Bestandteil der Betreuung. Da sich Ernährungsprobleme häufig früh und schleichend entwickeln, ist eine regelmäßige Überwachung und bedarfsgerechte Anpassung über den gesamten Therapieverlauf entscheidend. Wird Ernährung frühzeitig thematisiert und strukturiert begleitet, kann sie wesentlich zur Stabilisierung von Lebensqualität und Belastbarkeit beitragen.
Lesen Sie hier auch unseren Beitrag zum Thema Fatigue bei Krebs.
Referenzen:
Bildquelle:iStock.com/FatCamera
ONC-DE-2600005