Am 1. August ist World Lung Cancer Day – ein Tag, der Menschen weltweit zusammenbringt, um auf die häufigste krebsbedingte Todesursache aufmerksam zu machen: Lungenkrebs. Jährlich sterben weltweit mehr Menschen daran als an jedem anderen Tumor. In Deutschland erkrankten 2020 rund 57.000 Menschen an bösartigen Tumoren der Lunge– und etwa 45.000 Menschen verstarben an dieser Erkrankung.1
Pünktlich zum diesjährigen World Lung Cancer Day rückt ein bedeutender Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) in den Fokus: Ab 2026 wird das Lungenkrebsscreening für starke Raucher:innen Kassenleistung.2 Das stärkt den strukturierten Zugang zur Früherkennung für eine Hochrisikogruppe. Tabakkonsum gilt als wichtigster Risikofaktor für Lungenkrebs: In Deutschland lassen sich schätzungsweise neun von zehn Erkrankungen bei Männern und etwa acht von zehn bei Frauen auf aktives Rauchen zurückführen.1
Lungenkrebs verursacht im Frühstadium meist keine Symptome – die Diagnose erfolgt oft erst, wenn eine Heilung kaum noch möglich ist. Die Einführung eines flächendeckenden Früherkennungsprogramms mittels Niedrigdosis-CT (LDCT) ist deshalb ein Meilenstein: Sie richtet sich an aktive und ehemalige starke Raucher:innen zwischen 50 und 75 Jahren, die mindestens 25 Jahre lang - ohne längere Unterbrechungen - geraucht haben und dabei auf einen Zigarettenkonsum von mindestens 15 sogenannten „Packungsjahren“ kommen.2
„Lungenkrebsvorsorge darf kein Zufall sein“ – dieser Leitsatz gilt heute mehr denn je. Der World Lung Cancer Day bietet die Chance, auf das Thema aufmerksam zu machen, Unsicherheiten zu adressieren und die Akzeptanz für Früherkennungsangebote zu erhöhen.
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