INTERVIEW | Wenn HIV auf Wechseljahre trifft, wird es komplex. Denn die Viruserkrankung kann die Menopause früher auslösen – und zu tückischen Wechselwirkungen führen. Wie gelingt die koordinierte Betreuung?
Die Menopause ist ein komplexer biologischer Prozess, dessen Zeitpunkt und Verlauf von zahlreichen Faktoren beeinflusst werden. Neben genetischer Prädisposition und Lebensstilfaktoren wie Rauchen oder einem niedrigen Body-Mass-Index rücken zunehmend chronische Erkrankungen in den Fokus. Dazu zählt auch die HIV-Infektion, die sich nach aktuellen Erkenntnissen auf den Zeitpunkt des menopausalen Übergangs auswirken kann.
Frauen mit HIV erreichen die Menopause im Durchschnitt häufiger früher als nicht infizierte Frauen. Gleichzeitig können menopausale Beschwerden die Adhärenz gegenüber der antiretroviralen Therapie beeinflussen und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Welche praktischen Konsequenzen sich daraus ergeben und wie eine koordinierte Betreuung im Versorgungsalltag gelingen kann, erläutert Nazifa Qurishi im Interview.
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