INTERVIEW | Klagen Patienten über Schwindel, schrecken selbst erfahrene Ärzte zurück – entsprechend schnell wird an den Neurologen überwiesen. Doch muss das immer sein? Mit welchen einfachen Mitteln ihr Klarheit schaffen könnt.
Schwindel ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern ein genauso häufiges wie gefürchtetes Leitsymptom mit breitem differenzialdiagnostischem Spektrum. In Hausarztpraxen und Notaufnahmen zählt er zu den häufigsten Vorstellungsgründen. Pathophysiologisch reicht das Spektrum von peripher-vestibulären über zentrale Störungen bis hin zu internistischen, kardiovaskulären oder funktionellen Ursachen. Entsprechend groß ist die diagnostische Unsicherheit – und genauso die Sorge, eine potenziell gefährliche zentrale Ursache zu übersehen.
Im Interview erklärt Prof. Michael Strupp, dass Schwindel zwar häufig komplex wirkt, aber in der Praxis meist klar strukturierbar ist – wenn man systematisch vorgeht.
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