Sie sind häufig, doch meist harmlos: Schilddrüsenknoten können Druckgefühle oder Schluckbeschwerden verursachen. Wie ihr die seltenen malignen Exemplare erkennt und unnötige Kaskaden verhindert.
Als Schilddrüsenknoten werden alle nodulären, herdförmigen Veränderungen des Schilddrüsengewebes verstanden, gleich welcher Genese sie sind. Sie können solitär oder multipel auftreten. In Jodmangelgebieten sind sie ein relativ häufiger Befund. In Deutschland weisen Schätzungen zufolge ungefähr 20–30 Prozent der erwachsenen Bevölkerung Schilddrüsenknoten auf. Je nach Literatur entsprechen 1 bis 15 Prozent der Schilddrüsenknoten einem Malignom. Die Therapie ist abhängig von der Ursache des Schilddrüsenknotens und seiner klinischen Relevanz. Sie reicht von der Verlaufsbeobachtung (Watchful Waiting) mittels Sonographie bis zur chirurgischen Entfernung.
Dr. Jeannine Schübel ist Mitautorin der kommenden S3-Leitlinie zu Schilddrüsenknoten bei Erwachsenen. Im Interview ordnet sie ein, was von der Entdeckung eines Knotens bis zur Therapie zu beachten ist – und weshalb nur selten wirklich die Alarmglocken läuten müssen.
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