Das kutane Melanom zählt zu den malignen Tumoren mit steigender Inzidenz. In Deutschland werden jährlich rund 23.000–27.000 Neuerkrankungen registriert. Patient*innen mit vollständig reseziertem Melanom im Stadium III weisen trotz kurativer Operation ein hohes Rezidivrisiko auf. Die vollständige chirurgische Resektion ist die Grundlage der Therapie. Aufgrund des hohen Rezidivrisikos haben sich adjuvante Behandlungsstrategien etabliert. Anti-Programmed-Cell-Death-Protein-1-(PD-1-)Antikörper wie Nivolumab und Pembrolizumab verbessern das rezidivfreie Überleben und sind mittlerweile auch für das Melanom im Stadium IIB/C zugelassen. Für Patient*innen mit einer BRAF-V600-Mutation steht zudem die adjuvante Kombination aus Inhibitoren des v-Raf Murine Sarcoma Viral Oncogene Homolog B (BRAF) und der Mitogen-Activated Protein Kinase Kinase (MEK) als etablierte Therapieoption zur Verfügung. Mit der Verfügbarkeit mehrerer wirksamer adjuvanter Therapien rückt die Auswahl der optimalen Behandlungsstrategie zunehmend in den Fokus. Insbesondere für Patient*innen mit BRAF-V600-mutiertem Melanom fehlen direkte randomisierte Vergleichsstudien zwischen Anti-PD-1- und BRAF/MEK-basierten Therapien. Real-World-Daten (RWD) ergänzen daher die Evidenz aus randomisierten kontrollierten Studien (RCT) und liefern wichtige Erkenntnisse zur Wirksamkeit, Sicherheit und Anwendbarkeit unter Versorgungsbedingungen.
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