Beim häufigsten Krankheitsphänotyp der Multiplen Sklerose (MS), der schubförmig verlaufenden MS (Relapsing Multiple Sclerosis, RMS), tragen sowohl klinisch manifeste Schübe (Relapse-Associated Worsening, RAW) als auch eine schubunabhängige Krankheitsprogression (Progression Independent of Relapse Activity, PIRA) zur Akkumulation von Behinderungen bei. Studien zeigen, dass häufig bereits in frühen, teils noch asymptomatischen Krankheitsphasen irreversible neurodegenerative Veränderungen entstehen können. Angesichts dessen empfehlen das ECTRIMS und die EAN einen frühzeitigen Therapiebeginn mit dem Ziel, sowohl das Schubrisiko zu reduzieren als auch die Behinderungsprogression zu verlangsamen. Dabei kann insbesondere die initiale Behandlung der RMS mit hochwirksamen Therapien langfristig zu einer geringeren Behinderungsakkumulation beitragen. In den letzten Jahren haben sich neben moderat wirksamen krankheitsmodifizierenden Therapien (DMT) wie Beta-Interferonen, Fumaraten, Glatirameroiden oder Teriflunomid auch die Anti-CD20-Antikörper (Ocrelizumab, Ofatumumab und Ublituximab) als Erstlinien-Therapieoption bei Patient*innen mit aktiver RMS etabliert. Diese Fortbildung beleuchtet deren Wirkmechanismen sowie die klinische Wirksamkeit vor dem Hintergrund des aktuellen Verständnisses der MS-Pathogenese und diskutiert den Stellenwert der Anti-CD20-Therapien für moderne, patient*innenorientierte Therapiestrategien.
Anbieter der Fortbildung: CME MEDIPOINTHomepage des Veranstalters: https://cmemedipoint.de/Kontaktdetails: CME MEDIPOINT ist das digitale Fortbildungsportal für Ärztinnen und Ärzte sowie Apothekerinnen und Apotheker in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Bei uns können Sie kostenfrei und zu jeder Zeit zertifizierte CME-Punkte online sammeln. Für viele bestandenen CME-Module gibt es 4 Punkte.