Ein Patient mit 20 Harnsteininterventionen über 37 Jahre und dem Verlust einer Niere wegen fehlender Prophylaxe zeigt eindrücklich, was passiert, wenn rezidivierende Urolithiasis nicht konsequent gemanagt wird. In dieser CME-Fortbildung lernst du, wie du Patienten mit rezidivierender Urolithiasis sicher in Niedrigrisiko- und Hochrisikogruppen einteilst, welche diagnostischen Schritte von der Harnsteinanalyse über Basisdiagnostik bis zur erweiterten metabolischen Abklärung bei Hochrisikopatienten notwendig sind und wie du eine steinartspezifische Metaphylaxe einleitest, die die Rezidivrate von 50 auf 10 Prozent senkt. Du erfährst außerdem, welche genetischen, sozialen, klimatischen und ernährungsbedingten Faktoren die Harnsteinbildung beeinflussen und warum Urolithiasis heute die zweithäufigste urologische Diagnose in Deutschland ist.Was dich in der Fortbildung erwartet:Du lernst, die Harnsteinanalyse als Kassenleistung gezielt einzusetzen und Befunde für die individuelle Therapieplanung zu nutzen, allgemeine und spezifische Metaphylaxe je nach Steinart von Kalziumoxalat über Harnsäure bis Struvit strukturiert einzuleiten und Hochrisikopatienten mit erweiterter metabolischer Abklärung inklusive 24-Stunden-Sammelurin und Urin-pH-Profil leitliniengerecht zu betreuen. Darüber hinaus erhältst du praxisnahe Einblicke in Ernährungsempfehlungen und Flüssigkeitsziele bei rezidivierender Urolithiasis und lernst, wie du die Nierenfunktion deiner Patienten durch konsequente Rezidivprophylaxe langfristig schützt.