Thrombotische Mkroangiopathien (TMA) sind durch die Kombination aus Thrombozytopenie, mikroangiopathischer Hämolyse und Organdysfunktion gekennzeichnet. TMA kann im Rahmen einer Schwangerschaftskomplikation auftreten und stellt eine differenzialdiagnostische Herausforderung dar. Trotz ähnlicher klinischer Präsentation unterscheiden sich die zugrunde liegenden Pathomechanismen erheblich, insbesondere hinsichtlich ADAMTS13-(„a disintegrin and metalloproteinase with a thrombospondin type 1 motif, member 13“-)Mangel, dysregulierter Komplementaktivierung und infektiöser Trigger.
Eine rasche Abklärung unter Einbeziehung der ADAMTS13-Aktivität und des Shiga-Toxin-Nachweises ist entscheidend für die korrekte Diagnose und Therapie. Beim atypischen hämolytisch-urämischen Syndrom (aHUS) steht die Hemmung der terminalen Komplementkaskade mit Eculizumab oder Ravulizumab im Vordergrund, während die thrombotisch-thrombozytopenische Purpura (TTP) eine rasche Plasmapherese erfordert. Das Shiga-Toxin-assoziierte hämolytisch-urämische Syndrom (STEC-HUS) wird überwiegend supportiv behandelt.
Referent: Univ.-Prof. Stefan Verlohren
Univ.-Prof. Dr. med. Stefan Verlohren ist seit September 2024 Direktor der Klinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin am UKE Hamburg. Zuvor war er als leitender Oberarzt an der Berliner Charité tätig. Er ist ein international anerkannter Experte für Präeklampsie und fötale Wachstumsrestriktion, wobei er maßgeblich an der Entwicklung prädiktiver Biomarker forscht.
Anbieter der Fortbildung: CME-Verlag – Fachverlag für medizinische Fortbildung GmbH mit freundlicher Unterstützung von Alexion Pharma Germany GmbH
Homepage des Veranstalters: https://www.cme-kurs.de/
Kontaktdetails: info@cme-verlag.de