Digitale Verhaltenstherapie als First-Line-Option bei der überaktiven Blase ist längst keine Zukunftsmusik mehr, sondern leitliniengerecht und durch aktuelle Studiendaten belegt. In dieser CME-Fortbildung lernst du, wie die leitliniengerechte Therapie der überaktiven Blase mithilfe digitaler Gesundheitsanwendungen gelingt, was die neuen Ergebnisse der INKA-2-Studie zur Effektstärke im Vergleich zu medikamentösen Alternativen zeigen und wie du DiGAs für eine breite Zielgruppe bis ins hohe Alter ohne Nebenwirkungen in deinen Versorgungsalltag integrierst. Du erfährst außerdem, warum viele Patienten mit überaktiver Blase durch Lernerfahrungen wie den Haustür-Effekt eine Fehlsteuerung entwickeln und wie gezielte Mechanismen wie Löschung und Habituation diese wieder korrigieren können.Was dich in der Fortbildung erwartet:Du lernst, Belastungs- und Dranginkontinenz sicher zu differenzieren, Miktionsprotokolle und Ultraschall gezielt in der Diagnostik der überaktiven Blase einzusetzen und Aufschubstrategien wie kognitive Ablenkungstechniken deinen Patienten praxisnah zu vermitteln. Darüber hinaus erhältst du konkrete Einblicke in die Verordnung von DiGAs per Rezept ohne Belastung des Medikamentenbudgets, die Rolle von Biofeedback und digitalen Arztberichten für eine strukturierte Verlaufskontrolle sowie die Bedeutung lokaler Hormontherapie bei postmenopausalen Frauen mit Drangsymptomatik.