Warum wird aus einem freiwilligen Konsum ein Zwang, dem sich Betroffene kaum noch entziehen können? In dieser CME-Fortbildungsreihe lernst du, wie das dopaminerge mesolimbische Belohnungssystem bei der Entstehung von Suchterkrankungen eine zentrale Rolle spielt, welche neurobiologischen Grundlagen der Abhängigkeitsentwicklung zugrunde liegen und wie du die spezifischen Wirkmechanismen, Symptome und Behandlungsansätze bei Alkohol-, Nikotin-, Cannabis-, Opioid-, Kokain- und Benzodiazepinkonsumstörungen sicher einordnest. Du erfährst außerdem, welche diagnostischen Kriterien eine Abhängigkeitserkrankung definieren, welche Vulnerabilitäts- und Umweltfaktoren die Entstehung begünstigen und warum Stigmatisierung im klinischen Alltag den Zugang zur Behandlung von Suchterkrankungen entscheidend beeinflusst.
Was dich in der Fortbildung erwartet:Du lernst, Kurzscreenings zur frühzeitigen Erkennung von Alkohol- und Tabakabhängigkeit im Praxisalltag einzusetzen, akute Intoxikationszustände und Entzugssyndrome bei Cannabis, Opioiden, Kokain und Benzodiazepinen sicher zu erkennen und mit den richtigen Notfallmaßnahmen zu reagieren sowie die Unterschiede zwischen Low-Dose- und High-Dose-Abhängigkeit bei Benzodiazepinen klinisch einzuordnen. Darüber hinaus erhältst du praxisnahe Einblicke in Therapieziele jenseits der reinen Abstinenz, wirksame Elemente der strukturierten Tabakentwöhnung und konkrete Strategien für einen offenen, nicht wertenden Umgang mit Suchtpatienten im klinischen Alltag.