Jede zweite Frau erlebt einmal im Leben eine Harnwegsinfektion, doch warum kehren sie bei so vielen Patientinnen immer wieder? In dieser CME-Fortbildung lernst du, welche anatomischen, hormonellen und verhaltensbezogenen Risikofaktoren rezidivierende Harnwegsinfektionen begünstigen, wie du eine symptomatische Harnwegsinfektion sicher von einer asymptomatischen Bakteriurie abgrenzt und welche nicht-antimikrobiellen Prophylaxeansätze die Rezidivrate bei Harnwegsinfektionen effektiv senken. Du erfährst außerdem, warum die Diagnosestellung bei geriatrischen Patientinnen mit rezidivierenden Harnwegsinfektionen besondere Sorgfalt erfordert und wie hormonelle Veränderungen in der Peri- und Postmenopause das Infektionsrisiko beeinflussen.
Was dich in der Fortbildung erwartet:Du lernst, das Rezidivrisiko bei Harnwegsinfektionen gezielt einzuschätzen, das leitliniengerechte Stufenkonzept der nicht-antimikrobiellen Prävention von Verhaltensmodifikation über pflanzliche Maßnahmen und hormonelle Lokaltherapie bis zu immunmodulierenden Präparaten und antiseptischen Wirkstoffen strukturiert anzuwenden und Präventionsmaßnahmen bei rezidivierenden Harnwegsinfektionen individuell und antibiotikasparend zu kombinieren. Darüber hinaus erhältst du praxisnahe Empfehlungen für den Sprechstundenalltag von der ersten Konsultation bis zur Langzeitbetreuung sowie konkrete Hinweise zu Verordnungsfähigkeit und Kostenerstattung nicht-antimikrobieller Therapieoptionen.