Kribbeln, Brennen, taubes Gefühl in den Füßen und die Ursache bleibt unklar? Polyneuropathien sind ein häufiges und oft unterschätztes Syndrom mit vielen Gesichtern, von diabetisch bis autoimmun. In dieser CME-Fortbildung lernst du, wie du Polyneuropathien systematisch diagnostizierst, die Ursache gezielt eingrenzt und Therapieoptionen auch jenseits klassischer Schmerzmedikamente wirkungsvoll einsetzt. Du erfährst außerdem, warum die diabetische Polyneuropathie zwar die häufigste Einzelursache ist, aber dennoch eine Ausschlussdiagnose bleibt, und wann bei atypischem Verlauf aktiv nach einer anderen oder zusätzlichen Ursache gesucht werden muss.
Was dich in der Fortbildung erwartet:Du lernst, Polyneuropathien anhand von Verlauf, Verteilung und klinischem Muster strukturiert einzuordnen, die Diagnostik von Basislabor über Immundiagnostik bis zur Hautstanzbiopsie bei Verdacht auf Small-Fiber-Beteiligung zielgerichtet einzusetzen und die drei Therapiesäulen der diabetischen Polyneuropathie von Stoffwechseloptimierung über Benfotiamin und Alpha-Liponsäure bis zur symptomatischen Schmerztherapie gezielt zu kombinieren. Darüber hinaus erhältst du praxisnahe Einblicke in innovative Verfahren wie die Rückenmarkstimulation bei therapierefraktären Verläufen und lernst, realistische Therapieziele bei Polyneuropathie von Beginn an strukturiert zu kommunizieren.