Die rheumatoide Arthritis (RA) ist mit einer Prävalenz von 0,8–1,2 % die häufigste chronisch-entzündliche Gelenkerkrankung in Deutschland. Aufgrund der daraus resultierenden erhöhten Morbidität und Mortalität der Betroffenen stellt die Erkrankung eine hohe sozioökonomische Belastung dar. Gemäß den Empfehlungen der European Alliance of Associations for Rheumatology (EULAR) bildet Methotrexat (MTX) den Grundpfeiler der Basistherapie. Alle Patienten ohne relevante Kontraindikationen sollen zunächst mit MTX behandelt werden. Bei unzureichendem Ansprechen oder erhöhter Krankheitsaktivität soll auf biologische Disease Modifying Drugs (bDMARDs) oder JAK-Inhibitoren umgestellt werden. Da für einen Teil der bDMARDs ein wirkverstärkender Effekt durch Kombinationstherapie mit MTX nachgewiesen wurde, wird diese zumindest initial empfohlen. Im klinischen Alltag wird dennoch ein relevanter Anteil der Patienten unter bDMARDs oder JAK-Inhibitoren monotherapeutisch behandelt. Gründe dafür sind u. a. reduzierte Nebenwirkungsraten, verbesserte Therapieadhärenz, Vermeidung von Arzneimittelwechselwirkungen bei Polypharmazie sowie Patientenpräferenzen. Die Zulassung zur Monotherapie besteht jedoch nur für ausgewählte bDMARDs – häufig bedingt durch fehlende Daten aus Phase-III-Studien.
Diese Fortbildung beleuchtet aktuelle Evidenz zu monotherapeutischen Behandlungsstrategien bei RA, diskutiert Vor- und Nachteile und zeigt das klinische Potenzial der Monotherapie als praxisrelevante Therapieoption.
Anbieter der Veranstaltung: CME MEDIPOINT
Homepage des Veranstalters: https://cmemedipoint.de/
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