Pharmakoresistente Epilepsien stellen eine der größten Herausforderungen in der Neurologie dar, denn wenn zwei geeignete medikamentöse Therapieversuche scheitern, braucht es ein strukturiertes Vorgehen, um alternative Behandlungswege rechtzeitig zu prüfen. In dieser CME-Fortbildung lernst du, pharmakoresistente Epilepsien frühzeitig zu erkennen, epileptische Anfälle nach Beginn, Ausbreitung und Bewusstseinszustand korrekt zu klassifizieren und die Anfallssemiologie als wichtigen klinischen Hinweis auf den epileptogenen Fokus gezielt zu nutzen. Du erfährst außerdem, welche präoperative Diagnostik bei der Epilepsiechirurgie notwendig ist, wie Video-EEG-Monitoring, Bildgebung und neuropsychologische Untersuchungen gemeinsam die epileptogene Zone identifizieren und welche Risiken für wichtige Funktionen wie Sprache und Gedächtnis bei der operativen Behandlung pharmakoresistenter Epilepsien zu berücksichtigen sind.
Was dich in der Fortbildung erwartet:Du lernst, die wichtigsten Neurostimulationsverfahren bei therapierefraktären Epilepsien einzuordnen, von der Vagusnerv- und Tiefenhirnstimulation bis zur fokalen Kortexstimulation, und ihre Wirkmechanismen auf neuronale Netzwerke zu verstehen sowie aktuelle Zukunftsperspektiven in der Epileptologie einzuordnen, die auf molekulare Mechanismen und genetische Ursachen bestimmter Epilepsiesyndrome abzielen. Darüber hinaus erhältst du praxisnahe Einblicke in die interdisziplinäre Therapieplanung bei pharmakoresistenter Epilepsie und lernst, wie ein individualisiertes Behandlungskonzept alle verfügbaren operativen und neuromodulatorischen Optionen strukturiert berücksichtigt.