Frauen verbringen heute rund ein Drittel ihres Lebens in der Postmenopause, und eine fundierte medizinische Begleitung in dieser Phase ist wichtiger denn je. In dieser CME-Fortbildung lernst du, die Menopause sicher zu diagnostizieren, vasomotorische Symptome von PMS und anderen Beschwerdebildern präzise abzugrenzen und Therapieoptionen von Lifestyle-Anpassungen über Phytotherapie bis zur individuellen Hormontherapie gezielt einzusetzen. Du erfährst außerdem, warum Hormonmessungen in der Perimenopause oft irreführend sind und die klinische Anamnese der Goldstandard bleibt, wie Östrogenmangel mit neurokognitiven Veränderungen wie Brain Fog und depressiven Verstimmungen zusammenhängt und warum das Window of Opportunity für den Therapiestart bei Menopausebeschwerden entscheidend für den präventiven Nutzen auf Knochendichte und kardiovaskuläres System ist.
Was dich in der Fortbildung erwartet:Du lernst, Wechseljahresbeschwerden mit validierten Bewertungsskalen zu objektivieren und den Therapieerfolg für deine Patientinnen sichtbar zu machen, das individuelle Risikoprofil deiner Patientinnen in Bezug auf Thrombosen und Brustkrebs bei der Entscheidung für eine Hormontherapie strukturiert einzubeziehen und neue nicht hormonelle Therapieprinzipien einzuordnen, die direkt im Gehirn ansetzen, um die Thermoregulation zu normalisieren und Hitzewallungen zu reduzieren. Darüber hinaus erhältst du praxisnahe Einblicke in die Bedeutung von Ernährung, Bewegung und sozialer Einbindung für das gesunde Altern in der Postmenopause und lernst, wie du gemeinsam mit deinen Patientinnen realistische und individuelle Therapieziele für diese Lebensphase definierst.