Gastroenteropankreatische neuroendokrine Tumoren präzise zu diagnostizieren, erfordert das strukturierte Zusammenspiel von Histologie, Grading, Staging und moderner Bildgebung, denn jede dieser Informationen beeinflusst die Therapieentscheidung direkt. In dieser CME-Fortbildung erhältst du einen umfassenden Überblick über die Diagnostik von GEP-NET und lernst, wie du gut differenzierte NET sicher von schlecht differenzierten NEC abgrenzt, den Ki-67-Index für das Grading in G1, G2 und G3 korrekt einordnest und die Abgrenzung eines NET G3 gegenüber einem NEC als besonders anspruchsvolle klinische Herausforderung meisterst. Du erfährst außerdem, wann CT, MRT, Ultraschall, endoskopischer Ultraschall und SSTR-PET/CT bei GEP-NET indiziert sind und welche ergänzende Rolle die FDG-PET/CT bei schlecht differenzierten NEC und Verdacht auf Entdifferenzierung im Verlauf spielt.
Was dich in der Fortbildung erwartet:Du lernst, das TNM-Staging bei GEP-NET strukturiert anzuwenden, prognostisch relevante Faktoren wie Primärlokalisation und Ausmaß der hepatischen Metastasierung für die individuelle Therapieplanung zu nutzen und die Stärken von CT, MRT und SSTR-PET/CT im diagnostischen Algorithmus bei neuroendokrinen Tumoren gezielt einzusetzen. Darüber hinaus erhältst du praxisnahe Einblicke in die interdisziplinäre NET-Diagnostik aus den Perspektiven von Pathologie, Nuklearmedizin, Gastroenterologie, Radiologie und Endokrinologie und lernst, wie molekulare Marker wie p53 und Retinoblastom-Genveränderungen die Differenzierung zwischen NET G3 und NEC unterstützen können.