Paranoide Schizophrenie im klinischen Alltag sicher zu erkennen und richtig einzuordnen, ist eine der anspruchsvollsten Aufgaben im psychiatrischen Bereitschaftsdienst und auf Akutstationen. In diesem CME-Podcast lernst du anhand einer ausführlichen Fallvignette, wie sich eine erste psychotische Episode klinisch präsentieren kann, welche psychopathologischen Befunde bei paranoider Schizophrenie systematisch erhoben und im zeitlichen Verlauf bewertet werden und warum eine strukturierte organische Abklärung bei Erstmanifestation psychotischer Symptome unverzichtbar ist. Du erfährst außerdem, welche klinischen Red Flags auf eine nicht psychiatrische Ursache psychotischer Symptome hinweisen können und in welchen Situationen kognitive Störungen, Anfälle oder fehlendes Therapieansprechen eine weiterführende neurologische Diagnostik erfordern.
Was dich in der Fortbildung erwartet:Du lernst, Wahninhalte, Misstrauen und Realitätsverlust bei paranoider Schizophrenie sicher zu erkennen und von Negativsymptomen wie sozialem Rückzug und Leistungsabfall zu unterscheiden, Laboruntersuchungen, Substanzscreening und bildgebende Verfahren bei psychotischer Erstmanifestation sinnvoll einzusetzen und erste therapeutische Entscheidungen zur antipsychotischen Behandlung im stationären Setting symptomorientiert und patientenzentriert zu treffen. Darüber hinaus erhältst du ein solides Fundament für die differenzialdiagnostische Einordnung psychotischer Störungen und praxisnahe Einblicke in die Entscheidungsprozesse bei der individuellen Therapieauswahl unter Berücksichtigung von Symptomatik, Verträglichkeit und Patientenwunsch.