Koronare Herzerkrankung bedeutet weit mehr als Stenosen im Herzkatheter – und wer nur auf klassische Befunde wartet, verpasst einen erheblichen Teil der Patienten, die Hilfe brauchen. In dieser CME-Fortbildung lernst du, warum pektanginöse Beschwerden trotz unauffälligem Herzkatheter klinisch ernst genommen werden müssen, wie mikrovaskuläre Dysfunktion und Koronarspasmus als eigenständige Krankheitsbilder diagnostiziert und behandelt werden und warum die klassische Trennung zwischen KHK-Primär- und Sekundärprävention heute als überholt gilt. Du erfährst außerdem, warum Risikofaktoren wie Lipoprotein(a) und Silent Inflammation bei der koronaren Herzerkrankung noch viel zu selten auf dem klinischen Radar erscheinen und welche Konsequenzen das für die Risikobeurteilung und Therapieplanung deiner Patienten hat.
Was dich in der Fortbildung erwartet:Du lernst, INOCA und ANOCA als eigenständige Endotypen der mikrovaskulären Dysfunktion einzuordnen, das kardiovaskuläre Kontinuum als handlungsleitendes Denkmodell in deinen Praxisalltag zu übersetzen und unterschätzte Risikofaktoren wie Lp(a), hochsensitives CRP und Impfprävention als vierte Säule der Kardioprävention gezielt für deine Patienten zu nutzen. Darüber hinaus erhältst du praxisnahe Einblicke in die symptomorientierte Therapie der mikrovaskulären Dysfunktion, aktuelle Studiendaten zur LDL-Senkung bei Hochrisikopatienten ohne manifeste Atherosklerose und die aktuellen ESC-Empfehlungen zu Schutzimpfungen bei koronarer Herzerkrankung und Herzinsuffizienz.