Liebe Kollegin, lieber Kollege,
es gibt Fälle, die ihre Diagnose wie ein Leuchtschild vor sich hertragen. Und es gibt Fälle, die genau darauf hoffen, dass man diesem Schild glaubt.
Heute habe ich einen solche Patientin dabei:
Eine 22-jährige Frau wird nach einer kurzen Bewusstlosigkeit in die Notaufnahme gebracht. Beim Schwimmtraining erschrickt sie, weil direkt neben ihr jemand laut ins Wasser springt. Sie wird blass, sackt zusammen und ist nach etwa einer Minute wieder vollständig orientiert. Kein Einzelfall: Ähnliches sei bereits zweimal passiert. Einmal beim Schulsport, einmal nach dem plötzlichen Klingeln des Weckers.
Zwischen den Episoden? Fühlt sie sich kerngesund. Kreislauf stabil, neurologisch unauffällig. Im ersten Eindruck wirkt alles wie eine vasovagale Synkope oder orthostatische Synkope.
Die Patientin würde am liebsten schon wieder nach Hause. Die spannende Frage ist nur: Lässt du sie?
Welche Fragen stellst du jetzt unbedingt – und woran denkst du, bevor du die Entlassungspapiere unterschreibt?
Wer die richtigen Fragen in den Kommentaren stellt, bekommt mehr Informationen aus der Akte.
Hinweis: Dieser Fall entspricht einer vereinfachten Darstellung und dient dem Lernzweck.Bildquelle: ChatGPT