Supraventrikuläre Extrasystolen sind Extrasystolen, bei denen der Ursprungsort der Erregung oberhalb der Teilung des His-Bündels liegt.
Supraventrikuläre Extrasystolen weisen im EKG in der Regel einen schmalen, nicht deformierten QRS-Komplex auf. P-Wellen sind in der Regel auch erkennbar, sie können jedoch deformiert oder negativ sein. Zudem können die P-Wellen kurz vor, im oder nach dem QRS-Komplex auftreten. Im Einzelfall können P-Wellen schwer erkennbar sein.
Im Normalfall depolarisiert die supraventrikuläre Extrasystole das Herz so, dass die nächste normale Herzaktion im Sinusrhythmus ausbleibt, der Grundrhythmus ist also verschoben. Daraus folgt, dass der Abstand zwischen der Herzaktion vor und nach einer supraventrikulären Extrasystole kleiner als das Doppelte eines R-R-Intervalls ist. In diesem Zusammenhang ist von einer nichtkompensierten Pause zu sprechen, ein weiteres Charakteristikum supraventrikulärer Extrasystolen.
Gängige Formen einer supraventrikulären Extrasystole sind:
Sonderformen der supraventrikulären Extrasystole stellen sich im EKG untypisch dar und bereiten diagnostisch häufig Probleme:
Autor: Joshua Soeder, DocCheck, erstellt mit Inkspace; lizenziert unter CC BY-NC-SA 3.0