Das McGinn-White-Syndrom ist eine EKG-Veränderung, die bei einer Lungenembolie oder einer akuten Rechtsherzbelastung (Cor pulmonale) auftreten kann.
Bei einer Lungenembolie kommt es zu einer plötzlichen Überlastung des rechten Herzventrikels, die zu relativ spezifischen EKG-Veränderungen führt. Neben den Merkmalen eines McGinn-White-Syndroms kann eine Lungenembolie im terminalen Stadium zu Herzrhythmusstörungen führen.
Die klassischen Veränderungen nach McGinn und White sind:[1][2]
Die oben genannten EKG-Zeichen sind bei 10 bis 50 % der Lungenembolie-Patienten vorhanden und mit einer schlechteren Prognose verbunden.[1] Eine akute Rechtsherzbelastung kann neben dem McGinn-White-Syndrom andere EKG-Veränderungen aufzeigen (z.B. Vorhofflimmern, Sinustachykardie, Rechtsschenkelblock, Rechtsachsenabweichung, ST-Hebungen oder -Senkungen).
Autor: Joshua Soeder, DocCheck, erstellt mit Inkspace; lizenziert unter CC BY-NC-SA 3.0