Als Sinustachykardie, kurz ST, bezeichnet man eine erhöhte Herzfrequenz von mehr als 100 Schlägen pro Minute, die vom Sinusknoten ausgeht und das Erregungsleitungssystem des Herzens regulär durchläuft. Es handelt sich also um eine orthotope Tachykardie.
Eine Sinustachykardie ist bei körperlicher Anstrengung, psychischer Erregung und bei Säuglingen physiologisch. Als weitere Ursachen kommen unter anderem in Frage:
Eine Sinustachykardie wird am besten mit Hilfe des Elektrokardiogramms (EKG) festgestellt. Es besteht eine regulärer Sinusrhythmus. Die P-Welle und der QRS-Komplex sind regulär ausgeprägt. Das PR-Intervall liegt zwischen 0,12 und 0,2 Sekunden und verkürzt sich mit steigender Herzfrequenz.
Autor: Joshua Soeder, DocCheck, erstellt mit Inkspace; lizenziert unter CC BY-NC-SA 3.0