Praxistipps zur Kompressionstherapie im Sommer1,2- Material: Atmungsaktive Mikrofaser-Varianten oder weitmaschige Strickstrukturen können den Hitzestau spürbar reduzieren, ohne die Kompressionswirkung zu beeinträchtigen.
- Zeitpunkt: Empfehlen Sie Ihren Patientinnen und Patienten, die Kompression morgens direkt nach dem Aufstehen anlegen, bevor sich Ödeme bilden können.
- Hautpflege: Bei vermehrtem Schwitzen sollte die Kompression möglichst häufig gewechselt werden. Die Haut sollte nach dem Reinigen sorgfältig getrocknet und mit einer allergenneutralen Creme oder Salbe gepflegt werden. Achten Sie zudem auf Anzeichen von Mazerationen oder Pilzinfektionen.
- Kühlung: Mentholhaltige Fußsprays, kühlende Pflegeprodukte oder eine kalte Dusche am Morgen oder Abend können für angenehme Erfrischung sorgen und das Tragen der Kompressionstherapie im Alltag erleichtern.
- Bewegung: Regelmäßige Bewegung aktiviert die Muskelpumpe und unterstützt den venösen Rückfluss. Geeignet ist auch Venensport wie Fußwippen oder Zehenkrallen sowie Schwimmen oder Spaziergänge. Zusätzlich kann das Hochlagern der Beine zwischendurch entlastend wirken.
- Reisen: Bei längeren Auto-, Bahn- oder Flugreisen sollten Betroffene nach Möglichkeit regelmäßig aufstehen und sich bewegen. Die Kompressionsversorgung sollte während der gesamten Reise getragen werden.
- Trinken: Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr unterstützt die Durchblutung und hilft dem Körper, hohe Temperaturen besser auszugleichen.
- Fußspitze: Offene Fußspitzen können das Tragen der Kompressionsversorgung im Sommer angenehmer machen und eignen sich – sofern medizinisch vertretbar – auch für offene Schuhe wie Sandalen.
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