Die metabolische Dysfunktion-assoziierte steatotische Lebererkrankung (MASLD; früher NAFLD) ist die weltweit häufigste chronische Lebererkrankung. Sie beschreibt eine Leberverfettung im Zusammenhang mit metabolischen Risikofaktoren wie Adipositas, Typ-2-Diabetes mellitus, arterieller Hypertonie und Dyslipidämie.
Die Erkrankung reicht von einfacher Steatose bis hin zu metabolisch-assoziierter Steatohepatitis (MASH), Fibrose, Leberzirrhose und hepatozellulärem Karzinom.
MASLD bleibt häufig lange asymptomatisch und wird deshalb oft erst in fortgeschrittenen Stadien erkannt.
Besonders relevant:
Die Leber gilt dabei zunehmend als zentrales metabolisches Organ mit Auswirkungen auf zahlreiche andere Organsysteme.
Berechnung aus:
Interpretation:
Erfasst:
Wichtige Grenzwerte:
Basis jeder Therapie:
Empfohlen:
7–10 % Gewichtsreduktion zur Verbesserung von MASH/Fibrose
Je nach Komorbiditäten:
Neue Entwicklungen:
Die Versorgung von Patienten mit MASLD erfordert zunehmend eine enge Zusammenarbeit zwischen:
Besonders diabetologische Schwerpunktpraxen spielen eine wichtige Rolle beim frühen Screening von Risikopatienten.
MASLD ist längst keine reine „Lebererkrankung“ mehr, sondern Ausdruck einer systemischen metabolischen Dysfunktion. Frühzeitiges risikoadaptiertes Screening und interdisziplinäres Management können entscheidend dazu beitragen, Fibroseprogression und schwerwiegende Folgeerkrankungen zu verhindern.