Organspende in Deutschland
Der 31. Jahresbericht der Deutschen Stiftung für Organtransplantation zeigt für 2025 einen moderaten Anstieg der Organspenden: 985 postmortale Spender (+3,4 %), entsprechend 11,8 pro Million Einwohner – das ist der höchste Stand seit 2012. Insgesamt wurden 3.020 Organe über Eurotransplant vermittelt und 3.256 Transplantationen durchgeführt, wodurch 3.150 Patienten profitieren konnten. Trotz dieser Entwicklung bleibt die Versorgungslücke erheblich: 8.199 Menschen stehen weiterhin auf der Warteliste. Häufigster Grund für nicht realisierte Spenden ist eine fehlende Zustimmung; rund zwei Drittel der potenziellen Fälle führen nicht zur Organspende. Postmortal gespendete Organe nach Altersgruppe. Credit: DSO
Erstmals zeigen außerdem Altersauswertungen, dass es keine feste Altersgrenze für die Organspende gibt; entscheidend ist die Organfunktion. Gleichzeitig sinkt mit steigendem Spenderalter die Zahl transplantabler Organe pro Spender (2025: 3,1). Vor dem Hintergrund des hohen Bedarfs – insbesondere bei Nieren – gewinnt die Maschinenperfusion an Bedeutung, da sie die Organqualität und Nutzbarkeit verbessern kann. Die entsprechende Richtlinie trat im Januar 2026 in Kraft. Der Bericht unterstreicht erneut die Notwendigkeit, Entscheidungsdokumentation, Spendererkennung und Organverwertung noch weiter zu optimieren. |