Überführt von der KI?
Können wir per Text besser lügen als im echten Leben? Eine Studie des Instituts für Digitale Verhaltensanalyse legt das Gegenteil nahe: Ein neu entwickeltes KI-Modell soll in der Lage sein, Unwahrheiten in Textnachrichten zu identifizieren – mit einer Genauigkeit von 98,7 %.
Die Forscher analysierten dafür mehr als 2.300 anonymisierte Chatverläufe. Im Fokus standen sogenannte mikro-linguistische Abweichungen – also subtile Veränderungen in Sprache und Satzstruktur, die beim Lügen auftreten. Dazu zählen unter anderem ein erhöhter Gebrauch von Relativierungen („ehrlich gesagt“, „um ganz ehrlich zu sein“) sowie ungewöhnlich detaillierte oder umständlich formulierte Antworten. Auch leichte Inkonsistenzen in der Wortwahl konnten von der KI zuverlässig erkannt werden. Die zugrunde liegende Technologie basiert auf einer Kombination aus semantischer Analyse und sogenannten „kognitiven Belastungsmarkern“. Laut den Forschern könnte das System künftig unter anderem in der digitalen Kommunikation am Arbeitsplatz, bei Online-Bewerbungen oder in der Betrugsprävention eingesetzt werden. Bitte was?Wer jetzt denkt, dass es sich hierbei wohl um einen schlechten Scherz handeln soll – Glückwunsch, du bist da etwas ganz Heißem auf der Spur! Ganz richtig, auch in Zeiten von KI-Content und Desinformation haben wir uns hier einen kleinen Aprilscherz erlaubt. Wie wir das rechtfertigen? Indem wir ihn kennzeichnen. Und nicht nur das: Wir nutzen die Chance auch gleich für einen Appell. Es ist mittlerweile super einfach, eine seriös wirkende Information ins Netz zu stellen – ohne, dass auch nur ein Funken Wahrheit darin steckt. Also: Passt auf, bleibt neugierig, stellt Fragen und – vor allem – prüft Informationen. Genauso machen wir es tagtäglich für euch. |