Zumindest in Pflegeheimen sollte es möglich sein, dass Patienten bei Hausärzten und grundversorgenden Fachärzten (in Heimen Neurologen/Psychiater, Urologen evtl. HNO, Haut ..) einmal eingeschrieben werden und diese Einschreibung bis auf Widerruf gültig ist. So verbringen Heime und ärztliche Mitarbeiter jede Quartal ganze Arbeitstage um die Karten einzulesen. Manche lassen sich die Karten in die Praxis bringen, was nicht korrekt ist, da die Karte beim Patienten bleiben soll, für Notfalleinsätze, Kollegen die in dieser Zeit Visiten planen. Wenn die Karte allerdings im Heim eingelesen wird, ist idR keine Telematik mit Versichertendatenabgleich möglich. Damit scheidet die Nutzung einer ePa aus.
Außerdem sollte für Pflegeheime, die einen festen Vertrag mit einer Apotheke haben, analog zu Krankenhäusern eine Vorratshaltung möglich sein, abgerechnet werden patientenbezogen dann die verordneten Tagesdosen – das entlastet das Budget aller Krankenkassen und vermeidet, dass Medikamente entsorgt werden müssen. Eine Erhebung der Verordnungsüberschneidungen in Heimen würde das bestätigen!
Auch könnte ein gewisser Vorrat an typischen Akutmedikamenten angelegt werden (Antibiotika, Infusionslösungen), die nach ärztlicher Anordnung verabreicht jeweils zu Lasten der Versicherung des Patienten abgerechnet werden)
Dr. B. Müller LL.M.