Warum müssen eigentlich tausende Apotheken dieselbe Identitätsprüfung für dieselbe Ausgangsstoff-Charge immer wieder neu machen, obwohl sie aus derselben Herstellercharge stammt?
Sinnvoller wäre ein zentrales, qualitätsgesichertes System: Eine Apotheke prüft eine Charge einmal sauber, speist Prüfprotokoll/COA-Check und ggf. einen instrumentellen „Fingerprint“ (z. B. MIR/NIR- Daten) in eine Datenbank ein – und alle anderen könnten diese geprüfte Charge per Chargennummer/Scan verifizieren, statt wieder bei null zu starten.
Das würde die Patientensicherheit nicht schwächen, sondern im Gegenteil standardisieren: gleiche Prüftiefe, nachvollziehbarer Audit-Trail, weniger „Papier-SOP-Chaos“ in jeder einzelnen Apotheke. Vor allem aber würde es massiv Zeit freisetzen für das, was wirklich schützt: saubere Herstellung, Plausibilitätschecks, Beratung – statt dass jede Apotheke isoliert dieselben Prüfreaktionen und Ablagen „nachbaut“.
Und genau hier sitzt der Bürokratiefehler: Qualitätssicherung wird als Einzelleistung organisiert, obwohl sie sich bei Chargenlogik perfekt kollektiv lösen ließe.