Bei pharmazeutischen Dienstleistungen (Erklärung von Inhalatoren, Blutdruckmessung etc.) entsteht oft ein echter Bürokratie-„Showstopper“: Patient*innen müssen seitenlange Infos/Datenschutzhinweise lesen und am Ende Unterschriften leisten, bevor überhaupt die Leistung starten kann. Das wirkt im Vergleich schräg: In der Arztpraxis bekommt man Leistungen in der Regel ohne gesonderte Unterschriften pro Einzelleistung – die Versorgung läuft einfach.
In der Apotheke kostet dieses Papierpaket Zeit, die dann für Gespräch, Struktur und echte Beratung fehlt, und macht alles unnötig kompliziert. Gleichzeitig hinterlässt es bei Patient*innen ein komisches Gefühl, als wäre das etwas „Zusätzliches“, das man eigentlich extra bezahlen müsste – obwohl es Teil der Versorgung ist. Ergebnis: Weniger Akzeptanz, mehr Hemmschwelle am HV – und die Dienstleistungen werden seltener angeboten, obwohl sie fachlich sinnvoll wären.