In der Apotheke müssen wir bei Tierarzneimitteln immer sehr viel zusätzlich dokumentieren: Verordnungsunterlagen ablegen, Abgabe eindeutig zuordnen (Tierarzt-/Praxisdaten, Empfängerdaten), Abgabedatum, Präparat/Packungsgröße, Chargendoku – und das so, dass es bei Prüfungen lückenlos nachvollziehbar ist.
Besonders aufwändig wird’s bei (tierärztlichen) Rezepturarzneimitteln: Für die Chargendokumentation reicht nicht „eine Charge“, sondern man hängt an jedem einzelnen Ausgangsstoff – also für jeden Stoff Chargennummer/Beleg, Plausibilitäts- und Herstellunterlagen, ggf. Einwaage/Ansatzdaten und die komplette Ablagekette, damit das Endprodukt rückverfolgbar bleibt.
Für Nutztiere kann ich das verstehen (Lebensmittelkette, Rückstände, Antibiotika/Resistenzen). Bei Haustieren wie Hund, Katze oder Zierfisch wirkt derselbe Dokumentationsapparat aber unverhältnismäßig, weil der Lebensmittelbezug fehlt. Am Ende bindet das massiv Zeit und Ressourcen – Zeit, die ich lieber in Beratung und Therapiesicherheit stecken würde.