Schnarchen schadet: Schlafapnoe & Schlaganfälle
Schlafapnoe stört nicht nur den Partner – sie kann auch sehr gefährlich sein. Eine Studie in Jama Network Open hat Schlafapnoe und zerebrale Mikroblutungen (CMBs), eine mögliche Ursache von Schlaganfällen und Demenz, miteinander assoziiert. Die Studie verfolgte 1.441 Probanden zwischen 52 und 63 Jahren über 8 Jahre hinweg. Die Teilnehmer wurden entsprechend der Ausprägung von obstruktiver Schlafapnoe (OSA) in Gruppen aufgeteilt und nach jeweils 4 und 8 Jahren einem Hirn MRT unterzogen. Das Ergebnis: Nach 4 Jahren zeigten 1,85 % der Probanden ohne OSA zerebrale Mikroblutungen, dem stehen 4,66 % mit mittelschwerer bis schwerer OSA gegenüber. Nach 8 Jahren waren es sogar 3,33 % und 7,25 %. Das Risiko für CMBs war bei Menschen mit mittelschwerer bis schwerer OSA also mehr als doppelt so hoch. Zusätzliche Faktoren, die das Risiko für CMBs erhöhen können, wie Alter, Geschlecht, BMI und Blutdruck, wurden von der Analyse ebenfalls berücksichtigt. Die Studie folgert, das Vorliegen von mittelschweren bis schweren OSA könnte ein früher diagnostischer Marker für CMBs sein. Ein rechtzeitiges Einschreiten bei Schlafapnoe könnte daher dabei helfen, zukünftige Schlaganfälle und Demenz in alternden Bevölkerungsgruppen zu vermeiden. |