Respektlosigkeit gegenüber Patienten, Machtmissbrauch im Team, Grenzüberschreitungen – schwarze Schafe gibt es auch in der Medizin. Wir möchten wissen, was dieses Verhalten mit eurem Arbeitsalltag macht und wie ihr damit umgeht.
Ein Arzt, der Patienten herablassend behandelt. Eine Oberärztin, die junge Kollegen vor versammeltem Team bloßstellt. Eine Praxis, in der Beschwerden nie ernst genommen werden – weil „man froh sein kann, überhaupt einen Termin zu bekommen“. Solches Mobbing am Arbeitsplatz wird oft als Einzelfall abgetan. Doch wer genauer hinschaut, merkt, dass sich manche Muster zu oft wiederholen, um Zufall zu sein. Natürlich gilt: Die allermeisten Ärzte und Pflegekräfte arbeiten professionell, engagiert und unter hohem Druck. Trotzdem gibt es – wie in jeder Branche – auch in der Medizin schwarze Schafe. Der Unterschied liegt in den Folgen: Wo Patienten abhängig sind und Wissen ein Machtgefälle schafft, kann Fehlverhalten besonders viel Schaden anrichten. Nicht nur Patienten leiden, auch Kollegen und Teams können das nicht ewig aushalten.
Fehlverhalten im Gesundheitswesen hat viele Gesichter. Manche Fälle sind laut und offensichtlich, andere leise und systematisch. Manche richten sich nur gegen eine kleine Gruppe, andere werden mit der Haltung „ist doch gar nicht so schlimm“ abgewunken. Wir wollen mit der Schweigekultur brechen und darüber schreiben (anonymisiert).
Dafür wollen wir von euch wissen: Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Hattet ihr beim Lesen der Beschreibung direkt eine Person im Kopf – oder klingt das nach einer Situation, die ihr am eigenen Leib erleben musstet? Wie geht ihr damit im Alltag um: Sprecht ihr es an oder hofft ihr auf Besserung? Wie beeinflusst das euren Arbeitsalltag? Was würdet ihr euch von eurem Vorgesetzten oder Team wünschen? Und wenn ihr selbst das Zepter in der Hand habt: Was könnt ihr für betroffene Mitarbeiter bereits tun?Nimm an der Umfrage teil und erzähle von deinen Erfahrungen:
Bildquelle: Midjourney