Seit Beginn 2026 sollen gesetzliche Krankenkassen die Liposuktion beim Lipödem nicht mehr nur im Stadium 3, sondern auch in Stadium 1 und 2 übernehmen. Was auf dem Papier nach einem großen Fortschritt klingt, wirft in der Praxis erhebliche Fragen auf. Erst zum 1. Juli sollen Betroffene erfahren, welche Vergütung die Krankenkassen tatsächlich zahlen werden.
Nach Auskunft mehrerer spezialisierter Kliniken wird jedoch bereits jetzt davon ausgegangen, dass die Vergütung so niedrig ausfällt, dass sich Liposuktionen wirtschaftlich nicht lohnen. Die Folge: lange Wartelisten oder schlicht keine Termine – trotz formaler Leistungszusage.
Wie lässt sich dieses Vorgehen mit dem gesetzlichen Versorgungsauftrag der Krankenkassen vereinbaren? Welche realistischen Möglichkeiten haben Betroffene, dennoch zeitnah einen OP-Termin zu erhalten? Und droht hier eine neue Zwei-Klassen-Versorgung zwischen Selbstzahlerinnen und GKV-Versicherten?