Der Jahresbeginn gilt als klassischer Zeitpunkt für Veränderung. Abnehmen, gesunde Ernährung und mehr Bewegung stehen bei vielen Menschen weit oben auf der Liste der Neujahrsvorsätze.1 Dieses Motivationshoch ist kein Zufall. Es lässt sich durch den Fresh-Start-Effekt erklären: Der Jahresanfang wird als mentale Zäsur wahrgenommen, die es Menschen erleichtert, alte Gewohnheiten hinter sich zu lassen und neue Ziele zu setzen. Menschen sind an zeitlich markanten Punkten eher bereit, ihre Routinen zu ändern, weil vergangene Misserfolge mental abgeschlossen werden und ein „Neustart“ möglich erscheint.2,3 Gleichzeitig ist dieses Hoch oft nur vorübergehend und die Motivation verliert schnell an Stärke.4
Ein besseres Verständnis von Motivation kann helfen, dieses Momentum gezielt zu nutzen und Patientinnen und Patienten zu begleiten.
Motivation beschreibt die Prozesse, die Verhalten initiieren, steuern und aufrechterhalten.5 Psychologisch entsteht sie aus dem Zusammenspiel von Erfolgserwartung („Kann ich das schaffen?“) und Nutzen („Lohnt sich der Aufwand?“).5
Biologisch ist Motivation eng mit zentralen Regulations- und Belohnungssystemen verknüpft. Hunger- und Sättigungssignale sowie neurobiologische Belohnungsmechanismen beeinflussen, wie attraktiv bestimmte Verhaltensweisen wahrgenommen werden und wie leicht sie umgesetzt werden können.6,7
Motivation ist dabei beides: Ein individuelles Persönlichkeitsmerkmal und ein dynamischer Zustand, der von psychologischen, biologischen und situativen Rahmenbedingungen geprägt wird.8 Dieses Zusammenspiel erklärt, warum Motivation bei Patientinnen und Patienten unterschiedlich ausgeprägt ist und im Verlauf einer Therapie stark schwanken kann.
Motivation kann aus unterschiedlichen Quellen entstehen. Es lassen sich vier motivierende Grundströmungen unterscheiden.9 Für die Praxis kann es hilfreich sein, die motivierenden Grundströmungen von Betroffenen zu erkennen, um sie gezielt zu unterstützen:
Zeitpunkte wie der Jahresbeginn oder ein runder Geburtstag können kurzfristig einen Motivationsschub auslösen.1 Langfristiger Erfolg hängt jedoch davon ab, dass Patientinnen und Patienten auch in Phasen langsamer Fortschritte engagiert bleiben.
Unser Extra-Tipp: Nutzen Sie den Jahresstart, um Motivationsschübe in nachhaltiges Handeln zu überführen. formoline L112 EXTRA unterstützt Patientinnen und Patienten gezielt bei der Gewichtsreduktion: Zwei Tabletten täglich zu den beiden fettreichsten Mahlzeiten können helfen, neue Routinen, wie z. B. eine bewusstere Ernährung leichter und dauerhaft zu etablieren.11
Referenzen: