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Unter Adhäsionen im Bauch- oder Beckenraum versteht man Narbengewebe, das der Körper im Rahmen von Heilungsprozessen bildet. Häufige Ursachen sind frühere Operationen, besonders große offene Eingriffe („Laparotomien“), gelegentlich auch minimal-invasive OPs („Laparoskopien“). Eine Operation ist jedoch keine zwingende Voraussetzung: Auch Endometriose, Infektionen, Bestrahlung/Chemotherapie oder bösartige Erkrankungen können durch Entzündungen zu Verwachsungen führen.
Ein Kaiserschnitt ist eine offene Operation, bei der nach der OP Gebärmutter, Bauchwand und Haut verheilen und dabei Narbengewebe entsteht — teils auch an Harnblase, Eileitern, Eierstöcken oder der Bauchwand. Da der Anteil der Kaiserschnitte in Industrienationen steigt, gewinnt das Thema an Bedeutung. Besteht nach einem ersten Kaiserschnitt ein weiterer Kinderwunsch, erfolgt meist erneut ein Kaiserschnitt; für Patientinnen und Ärzte ist daher die Vermeidung starker Verwachsungen wichtig.
Grundsätzlich sollten Operateure bei allen Eingriffen, auch beim Kaiserschnitt, schonend arbeiten, kleine Hautschnitte setzen und Blutungen minimieren. Je nach Eingriff stehen zudem Medizinprodukte zur Reduktion von Verwachsungen zur Verfügung.
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PRÄVENTION UND BEHANDLUNG VON ADHÄSIONEN - DocCheck
Die Symptome von Verwachsungen können stark variieren: Manche Betroffene bleiben lebenslang beschwerdefrei, andere leiden schon durch eine einzelne Verwachsung. Im oberen Magen-Darm-Trakt können Adhäsionen die Verdauung beeinträchtigen, den Darm blockieren oder verdrehen und im schlimmsten Fall einen Darmverschluss verursachen, der chirurgisch gelöst werden muss („Adhäsiolyse“). Nach gynäkologischen Eingriffen treten häufig Schmerzen oder Infertilität auf. Auch ohne Symptome können Verwachsungen spätere Operationen erschweren.
Wenn Sie schwanger sind und ein Kaiserschnitt geplant ist, sprechen Sie im Rahmen des Geburtsplans mit Ihrer Gynäkologin bzw. Ihrem Gynäkologen über eine mögliche Adhäsionsreduktion. Hier finden Sie passendes Servicematerial dazu, zum kostenfreien Download:
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Bei bestehenden Beschwerden nach früheren Operationen (z. B. Unterbauchschmerzen) sollten Sie ebenfalls ärztlichen Rat einholen.