Typ-2-Diabetes kann unbehandelt schwere Schäden an verschiedenen Organen wie dem Herzen und den Nieren verursachen.1 Das Tückische daran: die Gesundheit von Herz und Nieren bedingen sich gegenseitig. Unbehandelt erhöht eine chronische Niereninsuffizienz das Risiko für kardiovaskuläre Komplikationen bis um das Zehnfache.2 Eine abnehmende Herzfunktion, etwa durch eine diabetesbedingte Herzinsuffizienz, kann wiederum die Filtrationsfähigkeiten der Niere einschränken.3 Eine Albuminurie ist dann ein Frühwarnsignal für Schäden an Herz und Nieren.4
In den vergangenen Jahren haben wir uns bei „Harnzeichen“ bei der Berichterstattung insbesondere auf die renalen Folgen von Typ-2-Diabetes mit Albuminurie fokussiert, von den klinischen Komplikationen einer chronischen Nierenerkrankung , dem Mortalitätsrisiko einer unbehandelten Albuminurie bis hin zu den Geheimnissen des Urins.
In Zukunft verschieben wir unseren Fokus von den Nieren auf das Herz und widmen uns dabei insbesondere dem Thema Herzinsuffizienz – eine bedeutende Komplikation für Patient:innen mit Typ-2-Diabetes, denn fast ein Drittel aller Diabetespatient:innen haben auch eine Herzinsuffizienz.5 Aber auch abseits von Diabetes ist Herzinsuffizienz eine weitverbreitete und ernstzunehmende Erkrankung in Deutschland. Rund 5 % der deutschen Bevölkerung, oder etwa 4,23 Millionen Personen, waren 2023 an einer Herzinsuffizienz erkrankt.6 Im gleichen Jahr starben 37.645 Menschen an einer Herzinsuffizienz.7 Damit ist die Herzinsuffizienz neben der koronaren Herzkrankheit eine der häufigsten kardialen Todesursachen in Deutschland.7
Auf diesem Kanal wollen wir daher die Herzinsuffizienz genauer unter die Lupe nehmen und Sie bei der Diagnose und Therapie unterstützen. Von der HFrEF, über die HFpEF bis hin zur Amyloidose – wir betrachten die Herzinsuffizienz ganzheitlich. Es erwarten Sie neue Artikel rund um das Thema Herzinsuffizienz und ihre Behandlungsmöglichkeiten, welche Rolle Hospitalisierung bei der Lebenserwartung dieser Patient:innen spielen, Patient:innenfälle, Studiendaten, sowie natürlich aktuelle Berichterstattung über Veröffentlichungen und Kongresse.
Wir freuen uns, Sie auch im nächsten Jahr wieder bei uns auf dem Kanal zu begrüßen – mit unserem neuen Namen: Herzblut – Im Einsatz gegen Herzinsuffizienz.
Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit!
Referenzen:
Bildquelle:istock.com / Oksana Kit