Klimawandel: Mit dem Bauch wächst das Risiko?
Die Temperaturen steigen, und das kann nicht nur für ältere Menschen zum Problem werden. Extreme Hitze während der Schwangerschaft kann das Risiko für Infektionen und Frühgeburten bei Neugeborenen erhöhen – so bisherige Studien. Eine aktuelle Untersuchung begleitete 200 Frauen von der Schwangerschaft bis ein Jahr nach der Geburt und beobachtete ebenfalls Auswirkungen wie Dehydratation der Mutter und eingeschränkte Milchproduktion. Die daraus resultierenden Defizite könnten die neurologische Entwicklung des Kindes beeinflussen.
Das Problem: Die meisten Studien zu Hitzestress wurden bisher an jungen Männern durchgeführt. Um die Wechselwirkungen zwischen Hitze und Schwangerschaft besser zu verstehen, gibt es aber bereits erste Ansätze. Dazu gehören Big Data-Analysen, die Korrelation maternaler Gesundheit mit Temperaturwerten sowie der Einsatz moderner Technologien zur Messung der individuellen Hitzebelastung. Zudem untersuchten Forscher im Labor, wie Immunzellen im Blut von Schwangeren auf verschiedene Temperaturbedingungen reagieren. Untersuchungen schwangerer Frauen, die Sport treiben, zeigten keine eindeutig stärkere Belastung durch Hitze – das übergeordnete Forschungsziel besteht nun darin, Grenzwerte für sichere Temperaturen während der Schwangerschaft zu ermitteln. |