Welchen Stellenwert hat künstliche Intelligenz im beruflichen Alltag und wie digital informieren sich Ärzte? Die neue ARI-Studie von coliquio, DocCheck und esanum gibt differenzierte, datenbasierte und überraschend eindeutige Antworten.
Knapp zwei Drittel der beruflichen Mediennutzung entfallen heute bereits auf digitale Quellen, Tendenz steigend: In drei Jahren rechnen die Befragten mit einem Anstieg auf 72 %. Besonders beliebt sind digitale Fortbildungen, Communities und Newsletter, klassische Medien wie Außendienst und Fachzeitschriften verlieren dagegen an Relevanz.
KI ist keine Zukunftsmusik mehr
Ein Viertel nutzt bereits KI-gestützte Chatbots wie ChatGPT für berufliche Recherchen. Bei unter 40-Jährigen gehören diese Tools sogar zu den Top-5-Quellen. Dabei geht es längst nicht mehr nur um Informationssuche, sondern auch für Diagnosen, Früherkennung und Therapievorschläge kommt KI zunehmend zum Einsatz.
Fachgruppen ticken verschieden und das mit klaren Mustern
Besonders spannend: Die Unterschiede zwischen den Fachbereichen. Während etwa in der Dermatologie KI vor allem zur Diagnoseunterstützung zum Einsatz kommt, werden in der Onkologie und Gastroenterologie KI-Lösungen bereits für Therapieentscheidungen eingesetzt. Auch bei der Nutzung bestimmter Medienkanäle zeigen sich signifikante Unterschiede. Wer kommuniziert, sollte seine Zielgruppe genau kennen – sonst bleibt die Botschaft auf der Strecke.
Die ARI-Studie 2025 liefert belastbare Daten von über 1.300 befragten Ärzten aus 12 Fachgebieten zur Nutzung analoger und digitaler Medien, zum Einsatz von KI, zu Formatpräferenzen und vielem mehr. Der Abstract steht kostenlos zum Download bereit. Wer tiefer einsteigen will, kann den vollständigen Report inklusive Wunsch-Fachgruppe bestellen.
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