Die kalte Jahreszeit drückt nicht nur die Stimmung einiger Sonnenanbeter, sie birgt auch die Gefahr unfreiwilliger Rutschpartien, die in einem Sturz enden können.
Matschiges Laub, schlammige Wegabschnitte oder Glatteis: In Herbst und Winter steigt das Risiko zu stürzen. Zusätzlich erschwerende Faktoren sind die frühe Dunkelheit und schlechte Sichtverhältnisse durch Nebel oder Starkregen. Zusammen mit einer osteoporosebedingten Schädigung der Knochenstruktur besteht dann die Gefahr schwerwiegender Frakturen.
Einfach zu Hause bleiben wirkt wie die vernünftigste Wahl, um das Sturzrisiko zu senken. Doch nicht nur auf nassen Straßen besteht Sturzgefahr, auch die eigenen vier Wände können Stolperfallen bergen, die zunächst gar nicht als solche wahrgenommen werden: ungünstig platzierte Kabel, unzureichende Beleuchtung oder auch die Körperpflege in der rutschigen Dusche können Stürze begünstigen.
Im Folgenden möchten wir Ihnen daher einige wichtige Punkte vorstellen, die Ihre Patient*innen beachten sollten, um das Sturzrisiko so gering wie möglich zu halten, sowohl beim herbstlichen Spaziergang als auch im eigenen Heim:
Das A und O sind passende Schuhe. Ihre Patient*innen sollten demnach darauf achten, flache Schuhe mit gutem Profil zu tragen.
Um die Sturzgefahr zu minimieren, sollte die direkte Umgebung des Hauses oder der Wohnung frei von Laub, Schnee oder schmierigen Algenbelägen sein. Der Einsatz von Streusalz oder Grünbelagentfernern ist hier gegebenenfalls angezeigt.
Wenn Wege nicht gestreut oder wenig beleuchtet sind, ist es ratsam, einen Umweg in Kauf zu nehmen. Ihre Patient*innen reduzieren nicht nur ihr Sturzrisiko, sondern tragen gleichzeitig zu einem aktiven Lebensstil bei. Bewegung hat einen positiven Effekt auf die Frakturprophylaxe und ist sowohl vorbeugend als auch therapeutisch bei Osteoporose von großer Bedeutung.1
Bei Glatteis eignen sich Spikes, die ganz einfach über die normalen Schuhe gezogen werden können. Auch für Gehstöcke sind diese erhältlich – sogar auf Rezept. Als besondere Vorsichtsmaßnahme können Hüftprotektoren angezogen werden, die vor der gefürchteten Oberschenkelhalsfraktur schützen.
Stolperfallen im häuslichen Umfeld lassen sich mit wenigen Maßnahmen deutlich reduzieren. Eine gute Beleuchtung und ordnungsgemäß verlegte Kabel sorgen bereits für mehr Sicherheit. Stufen und erhabene Türschwellen sollten gut sichtbar markiert und trittsicher sein und Teppichkanten möglichst entfernt werden. Für weniger mobile Patient*innen bieten Handläufe, Haltegriffe oder Duschhocker im Bad zusätzliche Stabilität und können zu einem reduzierten Sturzrisiko beitragen.
Nicht aus dem Gleichgewicht kommen: Regelmäßige körperliche Aktivität stärkt die Knochen und die Muskulatur. Patient*innen können so aktiv Stürzen vorbeugen. Ein individuell angepasstes Training für Muskelkraft, Gleichgewicht und Koordination gilt hier als besonders wirksam.
Ein zusätzlicher Faktor, der Stürze begünstigen kann, sind Medikamente, die zu einer verzögerten Reaktionszeit oder Beeinträchtigung des Gleichgewichtssinness beitragen können. Hier hilft das offene Gespräch mit der behandelnden Ärztin oder dem Arzt, um gemeinsam über entsprechende Maßnahmen zu entscheiden.
Für Ihre Patient*innen mit erhöhtem Osteoporoserisiko oder mit bereits manifester Osteoporose bietet die Patientenleitlinie Osteoporose hilfreiche Tipps rund um Risikofaktoren, Behandlungsoptionen und körperlicher Aktivität sowie Sturzprävention.2
Jede Menge Info-Material sowie eine Checkliste zur Sturzprävention in der kalten Jahreszeit finden Sie und Ihre Patient*innen auf den Seiten von UCBCares®. Schauen Sie doch mal rein!
→ Hier geht’s zu UCBCares®
Hier treffen sich Expert*innen unter der Leitung von Prof. Dr. med. Hans-Christof Schober zum spannenden, interdisziplinären Austausch vor Ort. Dieses Mal im Face-to-Face Fortbildungs-Curriculum: Osteoporose in der Praxis, Therapie-Optionen für Hochrisiko-Patient*innen, Verbesserung der Versorgung und vieles mehr!
Anmelden können Sie sich einfach per E-Mail bei Michael Kahler (MSL Osteoporose NORD) unter michael.kahler@ucb.com oder bei Dr. Christopher Springsguth (MSL Osteoporose OST) unter christopher.springsguth@ucb.com.
Wir freuen uns, uns mit Ihnen vor Ort austauschen zu können!
____________________________________________________
DE-DA-2500005