Eine Studie zeigt: Pflanzenbasierte, fettreduzierte Ernährung kann dazu beitragen, entzündliche Glykierungsendprodukte zu reduzieren. Welche Vorteile das für den menschlichen Körper hat, lest ihr hier.
Eine Studie von Forschern des Physicians Committee for Responsible Medicine gibt Hinweise darauf, dass eine pflanzliche Ernährung entzündliche fortgeschrittene Glykierungsendprodukte reduzieren kann, verglichen mit einer Ernährung, die Fleisch und Milchprodukte enthält. Der Rückgang der AGEs war dabei mit einem Gewichtsverlust und einer verbesserten Insulinempfindlichkeit verbunden. Veröffentlicht wurde die Studie in der Zeitschrift Obesity Science & Practice.
AGEs bilden sich im Blutkreislauf, wenn sich Proteine oder Fette mit Glukose verbinden. Diese Verbindungen verursachen Entzündungen und oxidativen Stress, die schließlich zu chronischen Krankheiten, einschließlich Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, führen können. AGEs können einerseits über die Nahrung aufgenommen werden, wobei sie in tierischen Produkte im Allgemeinen mehr enthalten sind als in pflanzlichen Lebensmittel. Andererseits werden AGEs auch während des normalen Stoffwechsels gebildet, aber in erhöhtem Maße, wenn eine Person unter dem metabolischen Syndrom leidet.
In der Studie wurden 244 übergewichtige Teilnehmer nach dem Zufallsprinzip einer Interventionsgruppe, die sich fettarm und pflanzlich ernährte, und einer Kontrollgruppe, die keine Ernährungsumstellung vornahm, für 16 Wochen zugewiesen. Zu Beginn und am Ende der Studie wurde die Körperzusammensetzung gemessen und die Insulinempfindlichkeit beurteilt. Die ernährungsbedingten AGEs wurden anhand von Selbstauskünften über die Nahrungsaufnahme berechnet. Zur Schätzung der Aufnahme von AGEs über die Nahrung wurde eine AGE-Datenbank verwendet.
Die ernährungsbedingten AGEs gingen in der pflanzlichen Gruppe um 79 % zurück, verglichen mit 15 % in der Kontrollgruppe. Etwa 55 % des Rückgangs der ernährungsbedingten AGEs in der pflanzlichen Gruppe waren auf den geringeren Fleischkonsum zurückzuführen, 26 % auf den geringeren Verzehr von Milchprodukten und 15 % auf den geringeren Konsum von zugesetzten Fetten. Die Reduzierung des Verzehrs von weißem Fleisch bewirkte den größten Unterschied bei den ernährungsbedingten AGEs aus Fleisch (59 %), gefolgt von verarbeitetem Fleisch (27 %).
Das Körpergewicht verringerte sich in der pflanzlichen Gruppe um etwa 6,4 kg im Vergleich zu 0,5 kg in der Kontrollgruppe, was hauptsächlich auf eine Verringerung der Fettmasse, insbesondere des viszeralen Fettes, zurückzuführen ist. Auch die Insulinempfindlichkeit verbesserte sich in der Interventionsgruppe. Laut Aussage der Autoren unterstützen diese Ergebnisse frühere Beobachtungen über die günstigen Auswirkungen einer Ernährung mit niedrigem ALG-Gehalt auf Gewicht, Körperfett und Insulinresistenz.
Dieser Artikel basiert auf einer Pressemitteilung des Physicians Committee for Responsible Medicine. Die Originalpublikation haben wir euch hier und im Text verlinkt.
Bildquelle: Nathan Dumlao, unsplash