Bisher haben wir in unserer Schweizer Apotheke auch offene Bio-Tees und -Gewürze für die Phytotherapie angeboten. Damit ist jetzt aber Schluss – erfahrt hier, wieso.
Als Apotheke und Drogerie liegt einer unserer Schwerpunkte auch auf der Phytotherapie. Wir haben daher ein ziemlich gutes Lager an verschiedenen Tees und Kräutern und darauf spezialisierte Mitarbeiter. Eine davon hat in den letzten Jahren auch dafür gesorgt, dass wir die Produkte vorzugsweise in Bio-Qualität einkaufen. Das macht Sinn, da da strengere Vorschriften bestehen, was den Anbau und den Gebrauch von Pestiziden etc. betrifft. Der Preis ist gelegentlich zwar etwas höher, aber das war es uns wert.
Bisher haben wir diese Tees (und auch solche in Nicht-Bio-Qualität, wenn sie nur so zu bekommen waren) in kleinere Einheiten vorabgefüllt und zum Teil fertige Mischungen für verschiedene Probleme vorbereitet und verkauft.
Damit sind wir im Sinne der Schweizer Bio-Verordnung ein „nicht zertifizierter Betrieb“, der sowohl biologische, als auch konventionell angebaute Lebensmittel offen verkauft. Die Verordnung des Bundes verlangt weitgehende Maßnahmen im Umgang mit Bioprodukten (alle Regeln dazu hier).
Ja, das ist schon älter … aber dass es uns (so) betrifft, ist erst kürzlich klar geworden.
Was muss ich als Apotheke/Drogerie als nicht zertifizierter Betrieb im Umgang mit Offenwaren in Bioqualität beachten?
Die obigen Vorgaben gelten NICHT für vorverpackt bezogene Lebensmittel in Bioqualität. Hier ist der jeweilige Hersteller in der Pflicht, alle Vorgaben zu beachten.
Also passiert bei uns jetzt folgendes:
Ich finds schade. Aber das ist auch nichts Neues: Es reiht sich ein in Sachen wie dass wir nichts mehr wiederauffüllen dürfen, was eingenommen wird oder auf der Haut angewendet wird. Oder dem Untergang der hausgemachten Kosmetik nach der neuen Kosmetikverordnung.
Und wie sieht das bei euch deutschen Apothekern aus – kennt ihr solche Probleme auch?
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